Echter Vanillepudding

Hallöchen,

wie ich euch im letzten Beitrag erzählte, habe ich Rezepte aus meinem Puddingbuch getestet. Als erstes den Vanillepudding. Bei der Herstellung fiel mir auf, dass ein selbstgemachter Pudding kaum mehr Arbeit macht, als einer aus dem Tütchen. Es ist ein blitzschnelles Rezept, für das ich eigentlich immer alle Zutaten im Haus habe.

Ich habe die Zutaten aus dem Rezept halbiert, damit ich nur zwei Förmchen voll Pudding habe. Eins für mich und eins für meinen Mann. Hier schnell die Zutaten für vier Portionen für euch:

Zutaten:

* 4 EL Speisestärke
* eine Vanilleschote
* 500 ml Milch
* 2 – 3 EL Zucker
* 10 gr Butter
* eine Prise Salz

Ich persönlich nutze gerne Halbfettmilch (1,5 %), da sie mir einfach besser schmeckt, aber wenn ihr euren Pudding macht, ist die Milchwahl natürlich euch überlassen. Statt des Zuckers nutze ich Stevia. So kann man einige Kalorien sparen und ich mag den Geschmack auch echt gern. So hat bei mir eine Portion Pudding (ohne Zucker und mit 1,5% Milch) ca. 115 kcal; mit Zucker wären es ca. 150 kcal.

Nun aber flott flott zur Zubereitung. Messt die Stärke ab und mischt sie mit etwa fünf Esslöffel der Milch. Den Rest der Milch kocht ihr mit dem Mark der Vanilleschote, der aufgeschnittenen Vanilleschote und den anderen Zutaten auf. Im Buch steht man solle mittlere Hitze nutzen, aber wer’s eilig hat und sich mit dem Milchkochen auskennt, kann es auch höher anschlagen. Nachdem die Milch aufgekocht ist, nehmt ihr den Topf vom Herd und gebt unter Rühren die Stärkemischung dazu. Wenn ihr es gut eingerührt habt, merkt ihr schon wie es ein wenig eindickt. Jetzt kocht ihr weiter rührend den Pudding erneut auf, solange bis ihr das Gefühl habt, dass es dick genug sei (das sollte ca. eine Minute dauern, je nach Hitze allerdings auch wesentlich kürzer). Anschließend füllt ihr den Pudding in eure kalt ausgespülten Förmchen.

In dem Rezept ist noch angegeben, dass man unter die Stärkemischung etwas Safran geben kann. Das macht eine schöne gelbe Farbe, aber ich habe das weggelassen.

Manchmal esse ich meinen Pudding gern warm mit ein paar kalten Früchten. Dafür muss ich natürlich meine Schüssel nicht kalt ausspülen. Das kalte Ausspülen hat den Effekt, dass der Pudding durch die kalte Wasserschicht nicht an der Form klebt.  Wenn ihr Puddingformen habt, so wie sie bei dem Buch zum Beispiel mitgeliefert wurden, müsst ihr warten bis der Pudding eine Haut gebildet hat, erst dann könnt ihr die Form mit dem großem Deckel verschließen und den Pudding auskühlen lassen.

Auf zum Stürzen! Der Kleine landete wunderwunderschön auf meinem Teller!

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Der Schatten auf diesem Bild verwirrt etwas, denn der Pudding war eher weiß und nicht gelb!

Man konnte wunderbar die Vanille im Pudding sehen und er war nicht typisch gelb, so wie man die aus der Tüte kennt.

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Ziemlich puristisch, was die Dekoration angeht 😉 , aber sieht er nicht auch so zum Anbeißen – ich meine Drauf-los-löffeln – aus?

So köstlich wie er aussieht, hat er leider nicht geschmeckt. Man schmeckte zwar, dass es Vanillepudding sein sollte, aber irgendwie ist man doch gewohnt, dass man bombastisch viel Vanillearoma auf der Zunge spürt. Der Geschmack der Milch dominierte hier sehr. Das nächste Mal teste ich es einfach mit mehr Vanille! *Ironie an* Ein Hoch auf die Industrie und dass unsere Geschmacksnerven einfach schon abgehärtet sind. *Ironie aus*

Ich wünsche euch viel Spaß beim Testen und Nachkochen, natürlich auch einfach beim Lesen! 😉

Bis zum Nächsten Mal
Eure

JamsingSama

[12] Bagels zum Frühstück

Hallo,

neulich überkam es mich und ich wusste, dass ich keine Lust mehr auf das „langweilige“ Frühstück hatte. So entschloss ich mich, frische Bagels für das nächste Frühstück zu machen. Natürlich gab das Rezept mal wieder viel zu viele Bagels her. Aber da ich ja einen Kühlschrank mit Gefrierfach habe, habe ich einige von den Bagels eingefroren. Ich habe sie bereits auch schon getestet, also die Aufgetauten. Aber zuerst einmal verrate ich euch wie ich die Bagels zauberte. Ich habe verschiedene Bagelrezepte gelesen und bin schlussendlich dazu gelangt folgende Zutatenzusammenstellung zu nutzen

Zutaten:

300 ml Milch
50 gr Butter
650 gr Mehl
3/4 eines frischen Hefewürfels
etwas Zucker (ca. 5gr)
2 Eier
ein gehäufter TL Salz

4 Stevia Tabletten

Die Milch wird im Topf erwärmt. Aber sie sollte nicht kochen, da sie mit der Hefe vermischt werden soll und Hefezellen sterben bei Temperaturen ab 60°C ab bzw. ab  42°C werden die Lebensvorgänge der Hefe verlangsamt. Die beste Temperatur liegt zwischen 32°C und 37°C, denn dort hat die Hefe die größte Gäraktivität. (1)  So genug Theorie.
Die Milch sollte nun mit der Hefe und dem Zucker vermischt werden und ein paar Minuten ruhen. Währenddessen kann man die Butter zerlassen und durch Rühren wieder etwas abkühlen lassen.  Nach also 3 bis 5 Minuten wird die Butter, das Salz und das Mehl zu der Hefemischung gegeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet. Entweder ihr knetet alles per Hand oder wie ich ( da ich faul bin) lasst den schweren Teil der Arbeit eine Küchenmaschine erledigen und knetet nur noch kurz per Hand nach.  Den Teig habe ich in eine gefettete Schüssel gelegt.

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Der Teig vor dem Gehen.

Die Schüssel habe ich mit Frischhaltefolie abgedeckt und an einem warmen Ort ( in der Nähe der Heizung) stehen lassen bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. Das dauert etwa 40 bis 60 Minuten.

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Fertig gegangener Teig xD

Den Teig verarbeitete ich nun in 12 gleich schwere Teigstücke, die ich zu Kugeln formte und mit dem Stiel eines Kochlöffels Löcher hinein stach. Diese Löcher mussten noch etwas erweitert werden bis sie etwa Daumen dick waren, sodass die Löcher beim Aufgeben nicht verschwanden. Diese „rohen“ Bagels ließ ich noch etwas unter der Folie gehen und heizte in der Zeit schon einmal den Ofen auf 200°C vor und brachte in einem großem Topf Wasser zum Kochen. Im kochenden Wasser löste ich die Steviatabletten auf.
Mein Topf war nicht so groß, deshalb passten immer nur zwei Bagel hinein. Also ließ ich immer zwei Bagels in das Wasser ein und ließ sie ca. 3 Minuten quellen. Ich nahm sie raus, als ich dachte, dass die Größe stimmte. Aber das waren in der Regel 3 bis 4 Minuten. Die Bagel legte ich auf ein mit (sauberen) Küchentuch abgedecktes Backofenrost und ließ sie etwas trocknen. Nach belieben kann man die Bagel nun in verschiedene Toppings tauchen/dippen. Ich nahm Mohn und schwarzen Sesam.

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Vorne ein Bagel ohne Topping und hinten einer mit Sesam präpariert.

Man kann nun eine Ei-Wasser-Mischung auf das Gebäck geben, damit sie während des Backens einen schönen Glanz bekommt.
Nachdem man dies mit sechs Bagels gemacht hat (so viele passten auf mein Blech) und sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt hat, werden die Bagels bei 180°C Umluft 20 bis 25 Minuten gebacken. Da ich sie beim Frühstück ja warm haben wollte und somit noch einmal aufbacken wollte, beließ ich die Backzeit bei 20 Minuten.

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Tadaaa fertige Bagels

Die abgekühlten Bagels habe ich am nächsten Morgen ca. 10 Minuten bei 120°C in den Ofen gelegt und konnte sie somit warm genießen. Sie waren köstlich!

Die nicht gegessenen Bagel habe ich eingefroren und konnte sie am nächsten Tag zum Frühstück servieren. Dazu legte die ich die Gebäckstücke erneut 10 Minuten in den Ofen, den ich aber mit einer Temperatur von 150°C Umluft vorgeheizt hatte. Sie waren nicht ganz so warm, wie die „frischen“ , aber doch sehr angenehm und immer noch köstlich.

Ein köstliches Gebäck hat ca. 240 kcal.
Am liebsten esse ich Quark und selbstgemachte Brombeermarmelade auf meinem Bagel. Das ist zum verlieben! Aber auch Kräuterfrischkäse mit Truthahnbrust schmeckt fantastisch.
Wie esst ihr ihn am liebsten?

Übrigens Bagels: Heute morgen Frühstückte ich bei BagelBrothers und hatte einen Mehrkorn-Bagel mit Preiselbeer-Frischkäse. Es lohnt sich!

Bis bald
Eure

Jamsingsama

(1) Lernfelder der Bäckerei von Claus Schünemann